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Horgeboda Natur- und Kulturpfad


Wandern Sie entlang des Natur- und Kulturpfades und erleben Sie die Natur in Horgeboda. Der Pfad führt durch ein Gebiet nah beim See Åsnen. Die Gegend erbietet ein Stück großartige Natur, felsiges Gelände und mosaikartigen Laubwald mit sehr alten, knochigen Bäumen. Der schwedische Ausdruck horg bedeutet natürliche Ansammlung von Felsen“, daher rührt der Name Horgeboda. In der Umgebung finden sich Spuren früherer Äcker und Felder, Wiesen und Weiden. Es gibt zahlreiche mythenumsponnene kulturhistorische Überbleibsel. Auf den Schildern längs des Pfades finden Sie Informationen über Pflanzen, Tiere und die Kulturgeschichte, die die Landschaft geprägt hat.

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Auf Ihrer Wanderung werden Sie Spuren des früheren Gasthofes sehen, u.a. die Überbleibsel eines Erdkellers für Kartoffeln, Wurzelgemüse und Äpfel. In früheren Zeiten war es nur den Wirtshäusern erlaubt, Branntwein herzustellen, und da der Gasthof in Horgeboda eine eigene Brennerei besaß, brauchte man große Mengen Kartoffeln. Auch die Reste der übrigen kleinen Höfe und Wirtschaftsgebäude mit den sie umgebenden Feldern und Wiesen sind zu erkennen. Die zugehörigen Katen stellten einen wichtigen Teil in der Arbeitsorganisation der größeren Höfe dar.

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In der Umgebung befinden sich alte Kopflinden. Früher verwendete man die Zweige und das Laub als Futter für das Vieh, heute jedoch köpft man die Bäume aus rein kulturhistorischen und biologischen Gründen. Die mächtigen Eichen mit ihren weit ausgelegten Kronen deuten darauf hin, dass die Landschaft einst viel offener war. Die Eichen wurden wieder freigestellt, um Flechten, Moosen, Pilzen, Algen, Insekten, Vögeln und Eichhörnchen, die auf alte, knochige Bäume angewiesen sind, einen Lebensraum zu bieten.

Der Pfad führt durch eine Gegend, in der sich schon während der Steinzeit Menschen niedergelassen haben. Während der Eisenzeit stieg die Siedlungsdichte noch mehr. Man machte größere Gebiete urbar, alle Steine wurden auf Haufen zusammengetragen. Viele dieser Lesesteinsammelhaufen werden Sie während Ihrer Wanderung sehen. Aus dem See Åsnen förderte man Eisenerz, das zu Smålands ältester und größter Eisenhütte in Huseby gebracht wurde. Mit Hilfe des Eisenerzes konnte man nun neue, effektivere  Gerätschaften herstellen, aber auch Kanonen und Kanonenkugeln. Die Kohle und das Erz der småländischen Bauern wurden zum ersten Glied in einer Handelskette, die bei Kohlenmeilern und erzhaltigen Seen begann und, den Weg über die Eisenhütten und Exporthafen nehmend, auf dem europäischen Kontinent endete. Auf dem Pfad, auf dem Sie nun gehen, wurde einst Erz vom Lastplatz unten am See nach Huseby transportiert.

In früheren Zeiten kam dem Teer eine große Bedeutung als Schmier- und  Imprägnierungsmittel zu. Stucken und Wurzeln der Kiefer stellten das wichtigste Ausgangsmaterial in der Teerherstellung dar, die im Allgemeinen im Frühjahr betrieben wurde – in der Zeit zwischen Saat und Ernte. In einen Hang grub man eine Teerrinne, die ungefähr 15 m lang, 2 m breit und 1 m tief war. Abgeschlossen wurde sie mit einer Grube, in der man den Teer auffing.

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An einigen Stellen haben wir ein paar zusätzliche Bäume weggenommen, damit Sie einen besseren Überblick und eine weiträumigere Aussicht über die Landschaft und den Seen erhalten. Hier und dort gibt es auch eine Bank, auf der man sich niederlassen kann. Wir hoffen, dass Sie einen angenehmen Spaziergang und ein stimmungsvolles Naturerlebnis haben werden.